Ortsfamilienbuch Eichenbühl in Vorbereitung

Eichenbühl, Hauptstraße 108 und 110
Eichenbühl, Hauptstraße 108 und 110 von Tilman2007; CC BY-SA 3.0

Vor kur­zem habe ich ein Buch im GEN­DI-Shop bestellt. In dem Paket, das mir zuge­sandt wur­de, lag auch der Fly­er „Neu­erschei­nun­gen 2019/​2020“ mit bei. In die­sem Fly­er wur­den u. a. drei neue Orts­fa­mi­li­en­buch vor­ge­stellt, die zum jet­zi­gen Zeit­punkt, noch nicht erschie­nen sind. Eines die­ser Orts­fa­mi­li­en­bü­cher möch­te ich kurz genau­er vor­stel­len: das Orts­fa­mi­li­en­buch Eichen­bühl.

Eichen­bühl (PLZ: 63928, 97896) ist eine Gemein­de und liegt in der Regi­on Baye­ri­scher Unter­main am Nord­ost­rand des Oden­wal­des und am Süd­rand des Spes­sarts (Wert­hei­mer Hoch­flä­che). Durch Eichen­bühl führt der Frän­ki­sche Mari­en­weg (ein rund 860 km lan­ger Fern­wan­der­weg).

Zur Gemein­de gehö­ren fol­gen­de Orts­tei­le: Eichen­bühl, Eben­hei­der­hof (PLZ 97896), Otten­müh­le, Hepp­diel, Pfohl­bach links des Baches, Pfohl­bach rechts des Baches, Rie­dern, Gai­müh­le, Gug­gen­berg, Michels­müh­le, Schol­lhei­ter­hof, Win­disch­bu­chen, Lau­ers­müh­le, Schul­zen­müh­le und Storch­hof.

Der Bear­bei­ter der Orts­fa­mi­li­en­buchs ist Theo­dor Stol­zen­berg aus Weck­bach. Theo­dor Stol­zen­berg hat bereits schon eini­ge Orts­fa­mi­li­en­bü­cher ver­fasst. Dar­un­ter zäh­len die Orts­fa­mi­li­en­bü­cher der Ort­schaf­ten Ett­rin­gen, St. Johann, Wan­de­rath, Mon­re­al, Wei­ler, Dün­gen­heim in der Eif­fel und Schnee­berg in Unter­fran­ken.

Für das geplan­te Orts­fa­mi­li­en­buch wur­den die Kir­chen­bü­cher von Eichen­bühl und dar­über hin­aus ent­spre­chen­de Stan­des­amt­un­ter­la­gen aus­ge­wer­tet, die den Zeit­raum 1568 – 1980 umfas­sen; also fast 400 Jah­re. Die latei­ni­schen Tex­te, die in den Kir­chen­bü­chern sich befan­den, wur­den zudem voll­stän­dig ins Deut­sche über­setzt. Das Orts­fa­mi­li­en­buch beinhal­tet auch meist die Erfas­sun­gen der Daten von ein­ge­hei­ra­te­ten Per­so­nen. Außer­dem sind bei den ein­zel­nen Ein­trä­gen die jewei­li­gen Quel­len mit ange­ge­ben.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch Eichen­bühl wur­de übri­gens am 4. Novem­ber 2019 im Pfarr­heim Eichen­bühl durch Theo­dor Stol­zen­berg vor­ge­stellt (Amts­blatt der Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft Erftal mit den Mit­glieds­ge­mein­den Bürg­stadt und Neun­kir­chen und der Gemein­de Eichen­bühl, Nr. 20 vom 29.10. 2019 (42. Jg.), Sei­te 16).

Das Orts­fa­mi­li­en­buch Eichen­bühl wird vor­aus­sicht­lich im Som­mer oder Herbst 2020 durch den GEN­DI-Ver­lag ver­öf­fent­licht wer­den. Das Werk wird 2 Bän­de mit ca. 1700 Sei­ten umfas­sen und als Hard­co­ver erschei­nen. Ein genau­er Preis steht aktu­ell noch nicht fest. Schät­zungs­wei­se dürf­te er jedoch bei ca. 80 EUR lie­gen. Die ISBN lau­tet 978 – 3‑946295 – 56‑3.

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

Der Name Eichen­bühl setzt sich zusam­men aus den mit­tel­hoch­deut­schen Wör­tern eichîn für Eichen und buo­hel im Sin­ne von Buckel, Hügel. Er bezeich­net einen mit Eichen bewach­se­nen Hügel. Frü­he­re Schreib­wei­sen des Ortes aus diver­sen his­to­ri­schen Kar­ten und Urkun­den sind:

  • 1248 „Eichen­bo­hel“
  • 1308 „Eichin­bu­hil“
  • 1344 „Eichen­buel“
  • 1357 „Eichen­bü­chel“
  • 1364 „Eychen­bul“
  • 1379 „Eichin­bo­hel“
  • 1395 „Eychen­bu­hel“
  • 1576 „Eichen­büell“
  • 1694 „Eychen­bühl“
  • 1831 „Eichen­bühl“

Aus dem Orts­teil Rie­dern ent­stammt das gleich­na­mi­ge loka­le Adels­ge­schlecht der von Rie­dern, deren Wap­pen­mo­tiv einer roten Kan­ne auch heu­te noch ein Ele­ment des Gemein­de­wap­pens bil­det. Der Ort im Erz­stift Mainz wur­de im Reichs­de­pu­ta­ti­ons­haupt­schluss 1803 den Fürs­ten von Lei­nin­gen zuge­spro­chen, 1806 durch Baden media­ti­siert und 1810 an das Groß­her­zog­tum Hes­sen-Darm­stadt abge­tre­ten. Im Rezess Hessen/​Bayern (Frank­furt 1816) fiel es schließ­lich an Bay­ern. Im Zuge der Ver­wal­tungs­re­for­men in Bay­ern ent­stand mit dem Gemein­de­edikt von 1818 die heu­ti­ge Gemein­de.

Im Jahr 1862 wur­de das Bezirks­amt Mil­ten­berg gebil­det, auf des­sen Ver­wal­tungs­ge­biet Eichen­bühl lag. Wie über­all im Deut­schen Reich wur­de 1939 die Bezeich­nung Land­kreis ein­ge­führt. Eichen­bühl war nun eine der 31 Gemein­den im Alt­kreis Mil­ten­berg. Die­ser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Land­kreis Obern­burg am Main zum neu­en Land­kreis Mil­ten­berg zusam­men.

Am 1. Juli 1974 wur­den die bis dahin selb­stän­di­gen Gemein­den Rie­dern und Win­disch­bu­chen ein­ge­glie­dert. Hepp­diel kam am 1. Janu­ar 1976 hin­zu.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Eichen­bühl, Haupt­stra­ße 108 und 110 von Tilman2007CC BY-SA 3.0

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Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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