Ortsfamilienbuch Cratzenbach im Geschichtsverein Weilrod erschienen

Cover des Ortsfamilienbuch Cratzenbach (Vorderansicht)
Cover des Ortsfamilienbuch Cratzenbach (Vorderansicht)

Zum 900-jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Tau­nus­dörf­chen Crat­zen­bach ist im Geschichts­ver­ein Weil­rod aktu­ell das Orts­fa­mi­li­en­buch Crat­zen­bach vom Erwin Buhl­mann erschie­nen. Die­ser Bei­trag infor­miert über wei­te­re Ein­zel­hei­ten zum Orts­fa­mi­li­en­buch.

Crat­zen­bach ist ein Orts­teil der Gemein­de Weil­rod im süd­hes­si­schen Hoch­tau­nus­kreis. Die frü­hes­te bekann­tes­te, erstur­kund­li­che Erwäh­nung des Dorfs­na­mens fand um 1150 als Crazze­bahc in einem Besitz­ver­zeich­nis des Main­zer Klos­ters statt. Zum aktu­el­len 900-jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Dorfs, die trotz der Coro­na-Pan­de­mie in den bei­den Tagen 10./11.06.2020 statt­fin­den soll, hat der Weil­ro­der Autor und Bear­bei­ter Erwin Buhl­mann das Orts­fa­mi­li­en­buch Crat­zen­bach geschrie­ben und durch den Geschichts­ver­ein Weil­rod her­aus­ge­ge­ben.

Erwin Buhl­mann war sehr hilfs­be­reit und hat mir auf Anfra­ge rele­van­te Infor­ma­ti­on zum Auf­bau und Inhal­te des Buchs zukom­men las­sen, um für die­sen Bericht eine gut Fül­le an brauch­ba­ren Infor­ma­tio­nen wie­der­zu­ge­ben. An die­ser Stel­le bedan­ke ich mich für die schnel­le, kom­pe­ten­te Hil­fe von Erwin Buhl­mann.

Das Orts­fa­mi­li­en­buch Crat­zen­bach umfasst etwa 3.200 Per­so­nen, die in Crat­zen­bach gelebt haben. Es sind rund 700 Fami­li­en in den Orts­fa­mi­li­en­buch vor­zu­fin­den. Wei­ter­hin gibt es etwa 50 Ein­zel­per­so­nen, die kei­ner Fami­lie zuge­ord­net sind. Das Orts­fa­mi­li­en­buch umfasst ins­ge­samt 411 Sei­ten. Davon etwas 346 Sei­ten dem genea­lo­gi­schem Teil zu, 21 Sei­ten dem Fami­li­en­na­mens­re­gis­ter und 27 Sei­ten dem Orts­re­gis­ter. Der voll­stän­di­ge Auf­bau des Orts­fa­mi­li­en­buchs sieht wie folgt aus:

Inhalts­ver­zeich­nisSei­ten
Vor­wort6
Geschicht­li­che Ent­wick­lung8
Tipps zur Benut­zung11
Zei­chen­er­klä­rung13
Quel­len­an­ga­ben14
Genea­lo­gi­scher Teil16
Regis­ter der Fami­li­en­na­men362
Regis­ter der Orts­na­men384 – 411
Inhalt­li­cher Auf­bau des Orts­fa­mi­li­en­buchs Crat­zen­bach

Der genea­lo­gi­sche Teil des Orts­fa­mi­li­en­buchs Crat­zen­bach wur­de mit den Pro­gramm Gen-Plus­win erstellt.

Das Buch kann für 12 EUR bei Erwin Buhl­mann direkt erwor­ben wer­den. Erwin Buhl­mann ist übri­gens als Bei­sit­zer im Vor­stand des Geschichts­ver­eins Weil­rod tätig. Die aktu­el­len Kon­takt­da­ten sind dort unter dem Menü­punkt „Ver­ein“ ein­seh­bar. Das Orts­fa­mi­li­en­buch wur­de als Soft­co­ver in DIN A4 mit einer Auf­la­ge von 300 Stück gedruckt.

Tri­via: Noch vor weni­gen Jah­ren ging man davon aus, dass Crat­zen­bach im Jahr 1412 erst­mals als Cras­sin­bach erwähnt wur­de. Daher plan­te man, im Jahr 2012 eine 600-jäh­ri­ges Jubi­lä­um zu fei­ern. Da sich lei­der kein Fest­ko­mi­tee zu Ver­wal­tung des Jubi­lä­um fand, fiel die gesam­te Fei­er sprich­wört­lich ins Was­ser. Doch kurz dar­auf fand der Hob­by-His­to­ri­ker Wolf­gang Ettig bei sei­nen Recher­chen zum Buch „Hin­ner de Hecke – Dörf­li­che Uzna­men im Hoch­tau­nus“ (2014, 208 S., 150 Abb., ISBN 978 – 3‑924862 – 38‑1; Schmit­te­ner Nach­rich­ten, Sei­te 5) her­aus, dass die erst­ma­li­ge Erwäh­nung von Crat­zen­bach um 1150 als Crazze­bahc erfolg­te, wobei das Jahr eine hin­rei­chend genaue Anga­be ist. Jeden­falls wur­de Crat­zen­bach auf einem Schlag um 300 Jah­re älter. Zum wur­de Crat­zen­bach auch nun das ältes­te Orts­teil der Gemein­de Weil­rod; direkt nach­fol­gend vom ande­ren Orts­teil Mau­loff, das ca. 50 Jah­re jün­ger ist. Im Jahr 2016 kam dann der Vor­schlag auf, nach der ver­patz­ten 600-Jah­res­fei­er eine 900-Jah­res­fei­er zu ver­an­stal­ten, die schließ­lich nun im Juni 2020 statt­fin­den wird.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Foto­gra­fie von Erwin Buhl­mann

Fol­low me

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

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