Familienbuch für die Kirchgemeinde Oberlosa bei Plauen 1654 – 1800 als Neuauflage in Vorbereitung

Oberlosa aus: "Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen Voigtländischer Kreis; Section: V"
Oberlosa aus: "Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen Voigtländischer Kreis; Section: V", von F. Heise; G. A. Poenicke (Hrsg.); gemeinfrei

Car­da­mi­na-Ver­lag wur­de vor kur­zem ange­kün­digt, dass das Fami­li­en­buch für die Kirch­ge­mein­de Ober­losa bei Plau­en 1654 – 1800 erschei­nen wird. Es han­delt sich dabei um eine Neu­auf­la­ge des Buchs, das bereits 1997 erschien. Die­ser Bei­trag gibt ein paar ers­te Ein­bli­cke zum Buch.

Ober­losa (PLZ: 08527) ist ein Stadt­teil der Stadt Plau­en im Stadt­ge­biet Süd. Der Stadt­teil ist iden­tisch mit der Gemar­kung Ober­losa und stellt eine Ort­schaft Plau­ens dar.

Lage von Oberlosa
Lage von Ober­losa

Das Fami­li­en­buch für die Kirch­ge­mein­de Ober­losa bei Plau­en 1654 – 1800, das dem­nächst im Car­da­mi­na-Ver­lag erschei­nen wird, ist eigent­lich eine Neu­auf­la­ge des gleich­na­mi­gen Buchs, das ursprüng­lich im Jahr 1997 erschien. Die Autoren des Buchs sind Diet­lind Gentsch, Lej­la Kla­bun­de und Heinz Mocker. Das ursprüng­li­che Buch wur­de von der Deut­schen Zen­tral­stel­le für Genea­lo­gie in Leip­zig in der Rei­he „Schrif­ten der Deut­schen Zen­tral­stel­le für Genea­lo­gie“ als 15. Band ver­öf­fent­licht. Es hat 166 Sei­ten als Umfang und behan­delt 1.839 Fami­li­en.

Die Neu­auf­la­ge beim Car­da­mi­na-Ver­lag für 27 EUR + Ver­sand steht dem­nächst nun zur Ver­fü­gung. Die Neu­auf­la­ge hat eben­falls 166 Sei­ten und steht im For­mat DIN-A4 als Hard­co­ver bereit. Die ISBN lau­tet 978 – 3‑86424 – 505‑3. Bei der Neu­auf­la­ge han­delt sich bei mei­ner Nach­fra­ge an die Ver­lags­in­ha­ber Susan­ne Breu­el um ein Pre­print, d. h. im über­tra­gen­den Sinn, dass das ursprüng­li­che Buch als ein­ge­scann­tes Werk im PDF-Doku­ment vor­liegt, wel­ches nun neu­ge­druckt wird. Pri­vat kann man dies mit Diens­ten wie Doku­Fac­to­ry digi­ta­li­sie­ren las­sen.

Der Her­aus­ge­ber der Neu­auf­la­ge des Orts­fa­mi­li­en­buchs ist Dr. Volk­mar Weiss. Er ist ein deut­scher Gene­ti­ker, Sozi­al­his­to­ri­ker und Genea­lo­ge, der am 23. Mai 1944 in Zwi­ckau gebo­ren wur­de. Er ist aller­dings eine sehr umstrit­te­ne Per­son, die rechts­ex­tre­mes Gedan­ken­gut hegt. Hier ein Aus­zug aus Wiki­pe­dia:

Weiss ver­tritt die The­se, dass mensch­li­che Intel­li­genz­un­ter­schie­de wesent­lich durch die Varia­ti­on eines Gens und die men­del­schen Ver­er­bungs­re­geln zu erklä­ren sei­en. Sozia­le und poly­ge­ne Fak­to­ren hät­ten nur einen sekun­dä­ren Ein­fluss. Sozia­le Klas­sen und Eth­ni­en unter­schei­den sich nach Weiss’ Mei­nung durch ver­schie­den hohe IQ-Mit­tel­wer­te, wofür er als Ursa­che u. a. die Ver­tei­lung von Gen­va­ri­an­ten inner­halb die­ser Grup­pen annimmt. Weiss’ The­sen haben in der Wis­sen­schaft nur eine Rand­po­si­ti­on.

Aus den Ergeb­nis­sen sei­ner Intel­li­genz­for­schun­gen zieht er kon­kre­te bildungs‑, minderheits‑, migra­ti­ons- und eth­no­po­li­ti­sche Schluss­fol­ge­run­gen. Sei­ne Aus­füh­run­gen zum Ver­hält­nis von Gene­tik und Bio­lo­gie zur Gesell­schaft rufen in der Öffent­lich­keit über­wie­gend Ableh­nung her­vor, bis hin zum Vor­wurf, es hand­le sich um „Ver­er­bungs­leh­re in NS-Tra­di­ti­on“. Poli­tisch bewegt Weiss sich in rechts­ex­tre­mis­ti­schen Kon­tex­ten.

Quel­le: Wiki­pe­dia (https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​V​o​l​k​m​a​r​_​W​e​iss)

Geschichtliches (Auszug aus Wikipedia)

1265 wird der Nach­bar­stadt­teil Unter­losa als in infe­rio­ri Lasan erwähnt. Das Gegen­stück Ober­losa (in supe­rio­ri Lasan) kommt dabei nicht vor. 1266 taucht Cletto de Lasan in Urkun­den auf und erst 1328 wird zwi­schen nydern Lazan und obern Lazan unter­schie­den. Es han­del­te sich um ein Platz­dorf in Block­flur. Der Ort gehör­te bis ins 19. Jahr­hun­dert zum Amt Plau­en. Die Gemein­de Ober­losa gehör­te spä­ter zur Amts­haupt­mann­schaft Plau­en und anschlie­ßend zum Kreis Plau­en-Land, bis sie im am 1. Juli 1950 in die damals noch kreis­freie Stadt Plau­en ein­ge­mein­det wur­de.

Wei­ter­füh­ren­de Quel­len:

Für das Titel­bild wur­de ver­wen­det: Ober­losa aus: „Album der Rit­ter­gü­ter und Schlös­ser im König­rei­che Sach­sen Voigt­län­di­scher Kreis; Sec­tion: V“, von F. Hei­se; G. A. Poe­ni­cke (Hrsg.); gemein­frei

Letz­te Arti­kel von Micha­el de Rado­býl (Alle anzei­gen)

Michael de Radobýl

Ahnenforscher seit 2010, Nachwuchsförderer seit 2014, Projektgründer seit 2015, Relauchner seit 2019, nobilis arbiter honorarius medium seit 2020.Die Spuren meiner Ahnen lassen sich über verschiedene Gebiete in Ost- und Westeuropa zurückverfolgen. Mütterlicherseits habe ich Vorfahren aus Sachsen, Hessen, Wittgenstein, Preußen, durch Zuwanderer aus der Schweiz und Südtirol, sowie aus dem Adel bis ins frühe 6. Jahrhundert in verschiedene Teilen Westeuropas. Väterlicherseits kommen meine Vorfahren aus Sachsen, Brandenburg und durch erste Hinweise auch aus Böhmen und dem sorbischen Bereich. Viele Ahnenzweige väterlicherseits sind allerdings noch unerforscht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: